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Karpaltunnelsyndrom

Kribbeln und Schmerzen an der Hand


Beim Karpaltunnelsyndrom (KTS/CTS) handelt es sich um ein Beschwerdebild aufgrund einer Druckschädigung des Nervus medianus (Mittelnerv) im Karpaltunnel (knöchern – bindegewebiger Kanal an der Handwurzel).

Das KTS ist das häufigste Nerven-Kompressionsyndrom des menschlichen Körpers. Die  typischen Karpaltunnelsyndrom Symptome sind einschlafende Hände sowie Kribbeln und Schmerzen an den ersten 3-4 Fingern und der Handinnenfläche.

In diesem Blogartikel erfahren Sie mehr über die typischen Karpaltunnelsyndrom Symptome, die Diagnose und die Karpaltunnelsyndrom Behandlung (konservativ vs. Karpaltunnelsyndrom OP).

Karpaltunnelsyndrom Ursache


Der Nervus medianus (Mittelnerv) versorgt die Innenflächen der ersten 3-4 Finger (bis auf den kleinen) und eine Vielzahl von kleinen Handmuskeln. Am Handgelenk verläuft der Nervus medianus (Mittelnerv) gemeinsam mit 9 Sehnen durch einen engen Tunnel (dem Karpaltunnel) welcher durch ein Band und Knochen begrenzt wird. Führen unterschiedliche Umstände (z.B.: Sehnenscheidenentzündung, Tumore etc.) zur Zunahme des Volumens im Tunnel erleidet der Nerv eine sukzessive Druckschädigung und es entsteht ein Karpaltunnelsyndrom.  

Dies äußert sich anfangsmit Kribbeln in den Händen (meist in der Nacht) und führt im schlimmsten Fall zu einer deutlichen Verminderung der Kraft. Das Ausmaß der Nervschädigung ist abhängig von Stärke und Dauer der Kompression.

Häufig oder nicht?


Das Karpaltunnelsyndrom tritt typischerweise ab einem Alter von ca. 40 Jahren auf (kann aber prinzipiell in jedem Alter mainfest werden) und betrifft ca 10% der Gesamtbevölkerung (einmal im Leben). Häufiger wird das Karpaltunnelsyndrom bei schwer arbeitenden Personen (z.B. Reinigungskräfte), Schwangeren, oder Patienten mit Diabetes oder mit Rheumatoider Arthritis beobachtet.

Typische Symptome


Meist beginnen Karpaltunnelsyndrom Symptome mit einschlafenden Händen während der Nacht. Viele betroffene Patienten berichten von Kribbeln in den Händen und Taubheit, oft begleitet durch Schmerzen. Dies manifestiert sich meist in der Nacht und der Patient werden durch den Schmerz geweckt (vermutlich bedingt durch eine vermehrte Beugestellung der Hand im Schlaf). Oft vergehen diese Symptome wieder. In schwereren Fällen besteht die Taubheit jedoch dauerend und nach und nach stellt sich auch eine Ungeschicklichkeit der Hand  oder eine Schwäche ein. Dies weist auf eine zunehmende Schädigung des Nervus medianus hin. 

Die häufigsten Symptome sind:

Einschlafende Finger (meist Daumen bis Ringfinger), Nachtschmerz, Kribbeln und Taubheit der Finger, Ungeschicklichkeit der Hand, Kraftverlust der Hand.

Wann sollte ich ein mögliches Karpaltunnelsyndrom medizinisch abklären – Wie erfolgt die Abklärung?


Besteht eine dauerhafte Beeinträchtigung des Schlafes oder verschwinden die Taubheit und das Kribbeln in den Händen nicht, sollte ein Arzt zur Abklärung aufgesucht werden. Oft lässt sich der Verdacht alleine durch die Angaben des Patienten und die klinische Untersuchung erhärten. Da jedoch auch andere Ursachen ähnliche Symptome aufweisen können spielt die Nervenleitgeschwindigkeit (NLG)/Neurographie zur Bestätigung der Verdachtsdiagnose eine wichtige Rolle. Hierbei wird die Leitfähigkeit des Nervs (vergleichbar mit einem elektrischen Kabel) überprüft. Ist diese reduziert weist dies auf eine Schädigung des Nervs hin. Zur Ursachenabklärung (z.B. einer Sehnenscheidenentzündung im Karpaltunnel) und zum Ausschluss einer anderen Ursache der Symptome sowei bei unklarem NLG Befund werden bildgebende Verfahren und hier insbesondere der hochauflösende Ultraschall herangezogen. In Kombination (Klinik, NLG, hochauflösender Ultraschall) angewendet ist die Bestätigung eines Karpaltunnelsyndroms immer möglich.

ENG, elektroneurographie, NLG
Nervenultraschall Normwerte

Karpaltunnelsyndrom Behandlung – welche Therapieformen gibt es?


Die Behandlung ergibt sich aus dem Schweregrad und der Dauer der Symptome des Patienten. Bei gerade neu diagnostizierten Karpaltunnelsyndromen ist oftmals eine konservative Therapie (Physiotherapie, Ergotherapie) ausreichend. Besteht keine Besserung der Karpaltunnelsyndrom Symptome über 6 Monate oder bestehen die Symptome bereits 6 Monate ist ein Karpaltunnel OP oft unumgänglich um den Nerv zu entlasten. Mehr zu allen Optionen hier.

Bei der Karpaltunnel OP wird ein Band das den Nerv bedeckt durchtrennt um dem Nerv mehr Platz zu verschaffen. Heutzutage sind dies meist ambulante Eingriffe und eine Belastung der betroffenen Hand ist meist nach 1-2 Wochen möglich. Sollte eine behebbare Ursache wie beispielsweise eine Sehnenscheidenentzündung im Karpaltunnel vorliegen ist oft schon eine Ultraschall-gezielte Behandlung (z.B. Kortisoninjektion/PRP Injektion) erfolgreich und die Karpaltunnel OP kann vermieden oder zumindest hinausgezögert werden.

Zusammengefasst betrifft das Karpaltunnelsyndrom ca 10% der Menschen, im Laufe ihres Lebens. Die häufigsten Symptome sind Kribbeln in den Händen und Schmerzen. Durch die richtige und ausreichende Abklärung der Karpaltunnelsyndrom Symptome ergibt sich die exakte Karpaltunnelsyndrom Behandlung (konservativ oder Karpaltunnelsyndrom OP).

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